Über Edelsteine, Perlen & Co.

Edelsteine sind Minerale, die der Mensch wegen ihrer Farbe und besonderer Lichtwirkung zu Schmuckzwecken verarbeitet.

Schon seit mehr als 140 Jahren sind wir Experten darin, die persönlichsten Geschichten und tiefsten Emotionen in einzigartige Schmuckkreationen zu verwandeln. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Materialien und natürliche Elemente in allen EHINGER SCHWARZ 1876 Kreationen. So werden die edelsten Raritäten mit Bedacht ausgesucht und verarbeitet.

Um die Qualität und Wertigkeit von Steinen herauszufinden, bedarf es eines geschulten Auges, denn es gibt kaum Standards und Normen zur Wertermittlung. Zu den Qualitätskriterien gehören Farbe, Transparenz und Seltenheit. Doch das beste Qualitätskriterium ist der Name EHINGER SCHWARZ 1876. Bevor die edlen Steine unsere Kunden erreichen, werden diese nochmals intensiv von unseren Experten untersucht. Mit unserer langjährigen Erfahrung und Fachexpertise garantieren wir Ihnen, dass Sie ausschließlich die hochwertigsten Schmuckstücke erhalten.

In diesem Lexikon stellen wir Ihnen einige Edelsteine vor, die in unseren Kreationen verarbeitet werden.

 

Edelstein AmethystAMETHYST

Namensgebung: Der Name Amethyst bedeutet im griechischen „dem Rausche entgegenwirkend“.

Historie: Der biblische Moses beschrieb den Amethyst als Sinnbild für Gottes Geist im Gewand des jüdischen Hohepriesters. Die Römer haben aus Amethyst besondere Schalen und Kelche hergestellt, weil sie der Meinung waren, dass das Trinken aus diesen Kelchen vor Trunkenheit schützt. Der Amethyst wird auch als der Stein der Bischöfe und Kardinäle angesehen, da dieser, so sagt man, Keuschheit und Frömmigkeit symbolisiert. Im Pforzheimer Schmuckmuseum kann der Papstring mit einem Amethyst begutachtet werden.

Vorkommen: Die wirtschaftlich bedeutendsten Vorkommen liegen in verschiedenen Bundesstaaten Südbrasiliens und im benachbarten Uruguay. Das dritte wichtige Exportland ist Madagaskar. Verbreitet ist dieser Edelstein aber in allen Erdteilen.

Farbe: Der Amethyst besitzt typischerweise eine violette Farbe. Allerdings reicht das Farbenspektrum bei diesem Edelstein von rosa über ein sehr helles Violett bis zu einem sehr dunklen Violett.

Qualität: Die am höchsten bewerteten Amethyste haben eine hochviolette Farbe und kommen aus Uruguay.

Schliff: Der Amethyst ist sehr wandlungsfähig und kann daher in allen Schliffarten seine vollkommene Strahlkraft zeigen.

Umgang und Pflege: Bei direkter Sonneneinstrahlung können Amethyste unter Umständen ihre Farbe verlieren.

Besondere Anlässe: Der Amethyst gilt als Geburtsstein des Monats Februar. Zum 6. und 17. Hochzeitsjubiläum wird gerne ein Amethyst Edelstein oder Schmuckstück verschenkt.

Wirkung: Im Volksglauben bewahrt der violette Edelstein vor Trunkenheit: Genau das heißt in der Übersetzung das griechische Wort „amethein“. Außerdem beschrieb Leonardo da Vinci den Amethyst als einen Edelstein, der den Verstand schärfen und böse Gedanken zerstören kann.

 

Edelstein AquamarinAQUAMARIN

Namensgebung: Der Name Aquamarin ist abgeleitet aus den lateinischen Begriffen „aqua“ (Wasser) und „mare“ (Meer).

Historie: Der Sage nach stammt der Aquamarin aus dem Tresor der märchenhaften Seejungfrauen und gilt seit alten Zeiten als Glücksstein der Seeleute.

Vorkommen: Fundstellen sind vor allem Brasilien, Nigeria, Sambia, Madagaskar und Mozambique, Afghanistan oder Pakistan.

Farbe: Vom lichten Blau des Himmels bis zum tiefen Blau des Meeres leuchten Aquamarine in einem außergewöhnlich schönen Spektrum meist heller Blautöne. Die feinste Farbe nennt man Santamaria, nach der Provinz in Brasilien, in der dieser edle Stein in den 30er Jahren erstmals gefunden wurde.

Qualität: Der Wert eines Aquamarins hängt von der Intensität der Farbe des Steines ab, d.h. je mehr „Marin“, desto höher wird er bewertet – je mehr „Aqua“ desto geringer ist der Wert.

Schliff: Besonders beliebt ist der Aquamarin im Smaragd-Schliff, da er das tiefe Blau unterstreicht.

Umgang und Pflege:  Der Aquamarin ist ein sehr harter Stein, allerdings auch ziemlich spröde. Daher sollte dieser Edelstein im Schmuck mit Vorsicht getragen werden. Behandelte Aquamarine können mit der Zeit ihre Farbe verlieren.

Besondere Anlässe: Der Aquamarin ist der Geburtsstein des Monats März. Der Aquamarin wird traditionell zum 19. Hochzeitstag verschenkt.

Wirkung: Es heißt, seine Kräfte kämen dann am besten zur Wirkung, wenn er in sonnendurchflutetes Wasser gelegt wird. Besser ist es aber sicherlich ihn zu tragen, denn das Tragen eines Aquamarins verspricht nach alten Überlieferungen eine glückliche Heirat und soll seine Trägerin froh und reich machen.

 

Edelstein BernsteinBERNSTEIN

Namensgebung: Aufgrund seiner elektrostatischen Eigenschaft lässt sich die Herkunft seines Namens aus dem griechischen „elektron“ erklären. Im mittelhochdeutschen nannte man ihn „börnesteen“, was einen Hinweis auf seine Brennbarkeit gab.

Historie: Bernstein findet man vor allem in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Ukraine, Madagaskar, Kanada und den USA.

Vorkommen: Es existieren viele Fundorte in Myanmar, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Polen und Russland.

Farbe: Gelb bis braun sind die charakteristischen Farben des Bernsteins, poliert kann er transluzent honigfarben schimmern. Es können in seiner Entstehung winzige Luftbläschen eingeschlossen worden sein, die ihn in einem milchigen Gelbton erscheinen lassen, Durch Oxidation und Verwitterung nimmt der Bernstein eine rote Farbe an, während fein verteilter Pyrit dem Bernstein eine grünliche Nuance verleiht. Durch mineralische Einschlüsse bedingt ist mancher Bernstein auch elfenbeinfarben opak (Samland-Bernstein). Die sehr seltenen blauen Bernsteine kommen aus der Dominikanischen Republik und grüne Varianten aus Mexiko und Russland.

Qualität: Bei Bernstein handelt es sich um eine amorphe Substanz, genauer gesagt um fossiles Baumharz, das vor Jahrmillionen von Kiefern und anderen Nadelhölzern ausgetreten ist und an der Luft sehr schnell austrocknete. Man kann einen Bernstein auf seine Echtheit prüfen, indem man ihn an seinem Pullover reibt. Er müsste sich elektrostatisch aufladen und kann dann ein Stück Papier anheben.

Schliff: Bernstein kann in allen möglichen Schliff-Arten verarbeitet werden.

Umgang und Pflege: Als Ring getragen bedarf der Bernstein besondere Beachtung, da er sehr weich und dadurch empfindlich ist. Er lässt sich leicht wieder aufpolieren.

Besondere Anlässe: Der Bernstein wird keinem Monat zugeordnet. Er wird jedoch mit dem Sternzeichen des Stiers assoziiert.

Wirkung: Seit prähistorischer Zeit wird Bernstein gerne als Amulett, Talisman oder Räucherwerk verwendet. Hildegard von Bingen empfiehlt den Bernstein bei Magen-Darmbeschwerden, bei Beschwerden beim Harnlassen und beim Zahnen von Babys.

 

Edelstein CitrinCITRIN

Namensgebung: Er verdankt seinen Namen seiner zitronengelben Farbe (lateinisch citrus für „Zitrone“).

Historie: Unter Citrin verstand man im Mittelalter verschiedene gelbliche Mineralien. Früher war die Bezeichnung Goldtopas ebenfalls ein Handelsname für Citrin. Erst um ca. 1545 wurde der Name Citrin eindeutig für den gelben Quarz vergeben.

Vorkommen: Historische Fundorte sind Spanien, die schottische Insel Arran, Frankreich und Ungarn. Hauptvorkommen ist in Brasilien.

Farbe: Wie der Name bereits andeutet, haben Citrine eine zitronengelbe Färbung. Typisch für den Citrin ist eine wolkige Farbverteilung, eine Ansammlung von Farbzentren. Die begehrtesten Citrine besitzen ein klares, leuchtendes Gelb- bis Braun-Rot. Diese werden Mardeira- und Palmeira-Citrine genannt.

Qualität: Amethyste werden gebrannt und werden dann zum Citrin. Allerdings gibt es auch echte Citrine, die als solches gefunden werden. Diese sind jedoch seltener.

Schliff: Der Citrin wird am häufigsten im Facettenschliff in Schmuckstücken eingesetzt, da dieser seine besonderen Eigenschaften hervorhebt.

Umgang und Pflege: Da Citrine zu den härteren Schmucksteinen gehören, sind sie vor allem in der Schmuckbranche beliebt, weil sie kratzfest und unkompliziert in der Weiterverarbeitung sind.

Besondere Anlässe: Der Citrin gilt als Geburtsstein des Monats November. Traditionell wird der Citrin zum 13. Hochzeitstag verschenkt

Wirkung: Der Citrin gilt als der ideale Heilstein, da, so heißt es, das Tragen eines Citrins die Stimmung zu erhellen und Stress und Kummer zu beseitigen kann.

 

Edelstein Diamant BrillantDIAMANT

Namensgebung: Der Diamant verdankt seinen Namen seiner sehr hohen Mohs Härte. Der Name kommt aus dem Griechischen „adamans“, was so viel bedeutet wie „der Unbezwingbare“. Da es tatsächlich kein härteres Mineral als den Diamanten gibt, gilt dieser sogar als unvergänglich.

Historie: Der erste überlieferte Diamant stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. aus Indien. Dort wurden diesem Stein magische Kräfte nachgesagt, weshalb dieser oft als Talisman getragen wurde. Erst im 13. Jahrhundert entdeckten Gemmologen, dass Diamanten bearbeitet werden können. Dies wurde in Indien zu Beginn abgelehnt, da dort befürchtet wurde, dass der Stein nach der Bearbeitung seine magischen Kräfte verlieren könnte. Der Diamant erfreute sich bald sehr hoher Beliebtheit, weshalb die Diamantvorkommen in Indien und Indonesien im 18. Jahrhundert vollkommen erschöpft waren. Nahezu zeitgleich entdeckte ein Portugiese in Brasilien, auf der Suche nach Gold, die ersten Diamanten außerhalb Asiens.

Vorkommen: Vorkommen gibt es unter anderem in Russland, Australien, Südafrika und Brasilien.

Farbe: Diamanten können in vielen Farben auftreten. Am häufigsten kommen hier gelbliche und farblose Edelsteine vor. In selteneren Fällen kommen auch rote, grüne, blaue, lilane, braune und schwarze Diamanten vor. Diese erzielen teilweise Liebhaberpreise.

Qualität: Bei der Qualitätsbestimmung spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle: Die „4 C’s“, die für Carat, Color, Clarity und Cut stehen. Diese vier Kriterien bestimmen international den Wert eines Diamanten.

 

EbenholzEBENHOLZ

Namensgebung: Ebenholz, von arabisch „abanus“, bezeichnet das Holz, das zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae) gehört. Zu dieser Familie gehört beispielsweise auch die Dattelpflaume.

Vorkommen: Ebenholzgewächse sind überwiegend in den Tropen Ostindiens und Afrikas beheimatet.

Historie: Vor vielen Jahren wurden in alten ägyptischen Gräbern Schnitzereien und kleine Kunstobjekte gefunden. 

Farbe: Das Kernholz besitzt eine tiefschwarze Farbe. Ebenholz ist ein natürliches Material. Sein mystischer, dunkler Farbton harmoniert sehr gut mit der warmen Farbe des Goldes. Wir fertigen beim Thema „Aus Alt mach Neu“ gerne Schmuckstücke an, die mit Hilfe des Ebenholzes neu in Szene gesetzt werden: So kann ein zierlicher Ring, auf Ebenholzelement gesetzt, große Wirkung erzielen.

Qualität: Die tropischen Bäume Diospyrus wachsen nur sehr langsam und sind nur vereinzelt im Regenwald verstreut. Diese Bäume sind sehr selten und besitzen die höchste Qualität. Besonders hochwertig ist allerding auch das Ebenholz aus Madagaskar. Die Farbe dieser Bäume tendiert allerdings eher ins braune.

Verarbeitung: Das tiefschwarze Kernholz, das keine sichtbaren Jahresringe aufweist, ist sehr hart und schwer und gehört zu den wertvollsten Holzarten. Gerade die Härte dieses Holze macht eine Bearbeitung mit Werkzeugen aufwendig: Diese stumpfen rasch ab, bei unregelmäßigem Faserverlauf neigt das Ebenholz zum Splittern.

Umgang und Pflege: Ebenholz ist eine harte Holzart und daher sehr beständig. Wenn die Oberfläche allerdings einen rauen Charakter annimmt, kann eine Pflege mit natürlichem Öl oder Wachs empfehlenswert sein.

Wirkung: In Mythologie und Zauberei wird Ebenholz eine magische Wirkung zugeschrieben. So sollen Häuser mit ebenhölzernen Pfählen böse Geister fernhalten. In einer afrikanischen Sage wird überliefert, dass eine Waffe aus Ebenholz sogar Dämonen verwunden könne.

 

FeueremailleFEUEREMAILLE

Namensgebung: Der Begriff Emaille stammt aus dem Französischen und bedeutet Schmelzglas. Schmuckemaille wird auch als Glasfluss bezeichnet.

Zusammensetzung: Chemisch betrachtet ist Emaille ein Schmelzgemisch aus glasbildenden Oxiden, denen Trübungsmittel und Farboxide beigegeben werden.

Historie: Bereits in der Kupfer- und Bronzezeit entstanden Techniken, die das Aufschmelzen von metalloxidhaltigem Glas auf Metall ermöglichen. Schmuckemaille wurde in allen Epochen zur farbigen und künstlerischen Gestaltung angewendet. Besondere Bedeutung fand Feueremaille im Jugendstil.

Farbe: Es können nicht alle Farben auf allen Metallen emailliert werden. Für die Haftung und die Färbung des Emailles sind die unterschiedlichen Strukturen der Metalloberfläche ausschlaggebend.

Qualität: Die Qualität des Emailles wird maßgeblich von der Vorbereitung des Metalluntergrundes und der richtigen Temperatur beim Brennen bestimmt. Je nach Farbton variiert die Temperatur, die zum Brennen benötigt wird.

Verarbeitung: Die Schwierigkeit beim Emaillieren besteht in den verschiedenen Eigenschaften der Werkstoffe beim Erhitzen und Abkühlen. Nach dem Brennen darf das emaillierte Schmuckstück nicht zu schnell abkühlen, da sich sonst Risse bilden oder das Emaille abspringt. Um Akzente zu setzen wird Feingold-Folie aufgetragen, die an der Oberfläche aufgebrannt wird. Da sie ungeschützt ist, kann sich die Feingold-Folie wie alle Metalle mit der Zeit abtragen.

Umgang und Pflege: Feueremaille ist lichtecht, hitzebeständig und gut hautverträglich. Wie jedes Glas ist Emaille allerdings spröde und empfindlich gegenüber Schlägen und Druck. Auch die Hautflora, Parfums und Cremes sowie Reinigungsmittel können die Oberfläche des Emailles angreifen. Um Beschädigungen zu vermeiden wird daher Achtsamkeit beim Tragen und Lagern empfohlen.

 

Edelstein GranatGRANAT

Unter dem Begriff Granat versteht der Fachmann eine Gruppe von mehr als zehn verschiedenfarbigen Edelsteinen mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Granat heißt so viel wie „der Körnige“ und leitet sich vom lateinischen Wort „granum“ für Korn ab. Dies bezieht sich sowohl auf die typische rundliche Form der Kristalle, wie auch auf die Farbe des roten Granats, die oft an die Körner eines reifen Granatapfels erinnert. Die spezifische Härte liegt bei 7 bis 7,5 auf der Mohs’schen Skala.

Zu der Gruppe der Granate gehören unter anderem der Pyrop, Almandin, Rhodolith, Spessartin, Hessonit, Tsavorit, Demantoid, Uwarowit und der Grossular.

 

KoralleKORALLE

Entstehung: Koralle ist das Produkt winziger Lebewesen, die sich lange vor unserer Zeit in den Tiefen warmer Meere in riesigen Kolonien ansiedelten. Die von den Polypen abgesonderte Kalksubstanz baut sich zu ast- und baumförmigen Korallenstöcken auf. Bis zu vierzig Zentimeter hoch können sie werden.

Namensgebung: Über die Herkunft des Namens sind sich die Sprachwissenschaftler nicht einig. Einige meinen, er käme vom griechischen Wort „koraillon“, welches das harte und kalkige Skelett der Korallentiere bezeichnet oder von „kura-halos“ für Meermädchen, da die feinen Korallenästchen manchmal aussehen wie kleine Gestalten. Andere halten die Abstammung vom Hebräischen „goral“ für Los-Steinchen für wahrscheinlich, denn Korallenästchen wurden früher in Palästina, Kleinasien und dem Mittelmeerraum für Orakel verwendet.

Historie: Die Koralle wird bereits seit der Antike als Edelstein hoch bewertet. Sie wurden als Amulette und Talismane gefertigt, da, so hieß es, die Koralle vor bösen Geistern schützen könne. Im Mittelalter waren Rosenkränze in Verarbeitung mit Koralle sehr verbreitet. Das älteste bekannte Schmuckstück mit Korallen wurde in der Türkei gefunden und stammt schätzungsweise aus der Zeit um 7.500 v. Chr.

Vorkommen: Korallen leben in Tiefen (zwischen drei und 300 Metern) in den Gewässern um Japan, Taiwan und im Malaysischen Achipel, im Roten Meer, im Golf von Biscaya und bei den Kanarischen Inseln sowie in Nordostaustralien und den Midway-Inseln. Im Mittelmeer gibt es Korallenbänke rund um das Thyrrenische Meer, an der Küste Sardiniens sowie vor Tunesien und Algerien, Jugoslawien und der Türkei.

Farbe: Unbearbeitet ist Koralle matt. Erst durch das Polieren erhält sie ihren schönen Glanz. Die Natur lässt Korallen in einem breiten Spektrum von Rot bis Weiß und von Blau und Braun bis Schwarz wachsen. Als besonders wertvolle Farbe gilt das rosa überhauchte Weiß der „Engelshaut-Koralle“. Berühmt sind aber auch die satt rote japanische „Moro-Koralle“, die blassrosa „Boke“ und die rote „Sardena“.

Qualität: Oft sind Korallen porös, löchrig oder rissig und dann von minderer Qualität. Solche Qualitäten werden teilweise mit farbigem Wachs ausgegossen, um sie optisch zu verbessern. Koralle in guter Qualität ist von gleichmäßiger Farbe und frei von Rissen, Flecken, Streifen oder Löchern.

Schliff: Korallen können in alle Formen geschliffen werden.

Umgang und Pflege: Mit einer Härte von nur 3,5 sind Korallen deutlich weicher als anderes Edelsteinmaterial. Ihre Schönheit kann durch falsche Behandlung leiden. Kosmetika, heißes Wasser und grelles Licht vertragen sie schlecht. Korallenschmuck sollte sorgfältig aufbewahrt und von Zeit zu Zeit mit einem feuchten, weichen Tuch gereinigt werden.

Besondere Anlässe: Im Rahmen der Tierkreise gilt die Koralle als der Stein für das Sternzeichen Fisch.

Wirkung: Rote Koralle wird in vielen Kulturkreisen, auch heute noch, als Talisman zum Schutz vor bösen Geistern getragen. Auch die moderne Edelsteinheilkunde schätzt ihre positiven Wirkungen. Koralle, so heißt es, lindere Spannungen und Ängste und fördere positive Formen des Zusammenlebens. Der uralte Glaube an die schützenden und belebenden Kräfte der Koralle lebt weiter in dem Brauch, kleinen Kindern eine Kette aus roten Korallen um den Hals zu legen. Auch junge Mädchen schenkt man gerne als erstes Schmuckstück eine feine Korallenkette.

 

Edelstein LapislazuliLAPISLAZULI

Namensgebung: Der wohlklingende Name ist zusammengesetzt aus „lapis“, dem lateinischen Wort für Stein, und dem aus dem Arabischen stammenden „azula“, was so viel wie „blau“ bedeutet.

Historie: Dieser undurchsichtige, tiefblaue Edelstein hat eine große Vergangenheit. Er gehört mit zu den ersten, die als Schmuck getragen und verarbeitet wurden. Bei Ausgrabungen in den antiken Kulturstätten rund um das Mittelmeer haben Archäologen unter Grabbeigaben Schmuckketten und Figuren aus Lapislazuli gefunden – deutliche Hinweise, dass schon vor Jahrtausenden die Menschen in Mesopotamien, Ägypten, Persien, Griechenland und Rom den tiefblauen Lapislazuli liebten.

Vorkommen: Wie vor mehr als 5.000 Jahren kommen auch heute noch die besten Rohsteine aus dem schroffen Hindukuschgebirge im Nordosten Afghanistans. Weitere Lagerstätten hat die Natur in Russland westlich des Baikalsees und in den Anden Chiles geschaffen.

Farbe: Ungeschliffen ist Lapislazuli matt und tief dunkelblau, oft mit goldenen Einschlüssen und weißlichen Adern aus Qurazgängen. Die kleinen, golden schimmernden Einschlüsse, die diesem Stein den Zauber eines Sternenhimmels verleihen, sind nicht aus Gold, wie man früher glaubte, sondern aus Pyrit.

Qualität: In wirklich guten Qualitäten ist Lapislazuli selten. Schmuck mit Lapislazuli gibt es deshalb in den unterschiedlichsten Preislagen, von wertvoll bis preisgünstig. Die Preise des Edelsteins sind stark abhängig von Schönheit und Intensität der Farbe. Am beliebtesten ist ein intensives, tiefes Blau. Frauen mit hellem Teint bevorzugen jedoch oft die helleren Blautöne. Fein verteilte, wie Flitter wirkenden Kristalle aus Pyrit erhöhen den Wert des Edelsteines.

Schliff: Das Funkeln vom Lapislazuli kommt im Cabochonschliff oder als Perlen-Schliff besonders zur Geltung.

Umgang und Pflege: Die Härte ist im Vergleich zu anderen Edelsteinen nicht allzu groß und liegt zwischen 5 und 6 auf der Mohs’schen Skala. Deshalb sollte dieser Stein bei Verwendung in Schmuck mit besonderer Vorsicht getragen werden. Es ist auch Vorsicht beim Umgang mit Säuren geboten.

Besondere Anlässe: Ein Lapislazuli wird gerne zum 9. Jahrestag verschenkt.

Wirkung: Dem Lapislazuli wird nachgesagt, dass er dem Träger ermöglicht, das wahre Ich von anderen zu erkennen.

 

Edelstein MondsteinMONDSTEIN

Namensgebung: Seinen Namen erhielt der Mondstein aufgrund dessen Ähnlichkeit mit der hell-leuchtenden Mondoberfläche.

Historie: In der Antike galt der Mondstein schon bei den Griechen und Römern als ein Edelstein mit ganz besonderen Eigenschaften. Er soll nämlich die entfernten Eigenschaften des Mondes auf der Erde verstärken.

Vorkommen: Der Mondstein kann in Sri Lanka, Indien, Brasilien, Madagaskar, Australien, Birma, die USA, Myanmar und Tansania vorgefunden werden.

Farbe: Mondsteine sind generell farblos, weiß, bräunlich oder bläulich, besitzen allerdings einen mondscheinähnlichen weißen Schimmer.

Qualität: Ein blauer wogender Lichtschimmer (Adularisieren) im Mondstein ist begehrter als ein weißer, ein dunkler Mondstein begehrter als ein heller.

Schliff: Mondsteine werden meist zum Cabochon geschliffen, da dieser Schliff den Glanz des Edelsteins am eindrucksvollsten zur Geltung bringt.

Umgang und Pflege: Mondsteine besitzen eine Härte von 6 – 6,5 auf der Mohs’schen Skala. Sie sind deshalb ziemlich druckempfindlich. Der Mondstein sollte daher mit Vorsicht als Schmuckstein getragen werden.

Besondere Anlässe: Der Mondstein ist der Edelstein des Monats Juni.

Wirkung: Dieser Stein gilt in Indien als heiliger Stein und als ein Symbol der Liebe. Es heißt, dass Liebende, die diesen Edelstein bei Vollmond in den Mund legen, ihre eigene Zukunft enthüllen können.

 

Edelstein OpalOPAL

Namensgebung: Der Name Opal kommt vermutlich vom Sanskritwort „upala“ für „kostbarer Stein“. Von diesem stammt wohl auch das griechische Wort „opalios“ ab, das mit „Farbwechsel“ übersetzt wird. Im antiken Rom sprach man von „opalus“, was so viel wie „Stein aus Teilen“ bedeutet.

Historie: Unzählige Sagen und Legenden umgeben diese farbenreichen Edelsteine, deren Entstehung lange zurück liegt. In der Traumzeit geschah es, so erzählen alte Legenden der australischen Ureinwohner, dass der Schöpfer auf einem Regenbogen auf die Erde herab stieg um den Menschen seine Botschaft des Friedens zu bringen. Damals begannen an jener Stelle, wo sein Fuß die Erde berührt hatte, die Steine zu leben und in allen Farben des Regenbogens zu leuchten.

Vorkommen: Australien ist das klassische Land der Opale und heute der weltweit größte Produzent von Edelopal. Fast 95 Prozent aller Opale stammen aus australischen Opalminen.

Farbe: Die ganze Pracht der Natur ist eingefangen in der Vielfalt edler Opale: Feuer und Blitz, alle Farben des Regenbogens und das weiche Schimmern weiter Meere. Die Gruppe der Edelopale umfasst eine ganze Reihe wundervoller Edelsteine, denen eines gemeinsam ist: Sie schimmern und leuchten in fantasievollen ineinander fließendem Farbenspiel, in der Fachsprache „Opalisieren“ genannt. Je nach Art, Fundort und Körperfarbe unterscheidet man dunkle oder schwarze Opale, helle oder weiße Opale, Milch- oder Kristallopale, Boulder-Opale, Opal-Matrix, Yowah-Nüsse aus Queensland, sowie mexikanische Opale und Feueropale.

Qualität: Wichtigstes Kriterium für den Preis eines Opals ist das Farbenspiel und die dabei erscheinenden Farben und Muster. Bei der Bewertung von Opal wird auch die Dicke der Opalschicht, die Schönheit der Zeichnungen und Muster, Schliff, Gewicht und Verarbeitung berücksichtigt.

Schliff: Um das Farbenspiel des Edelopals richtig zur Geltung zu bringen, werden die Steine zu runden oder ovalen Cabochons oder in einer anderen weich gewölbten Form geschliffen, je nach Rohmaterial. Zum facettieren eignen sich nur die besten Qualitäten von Opalen.

Umgang und Pflege: Wegen des unterschiedlichen Wassergehalts können Opale brüchig werden. Sie enthalten immer Wasser –  in der Regel zwischen 2 und 9 Prozent, selten sogar bis zu 20 Prozent und mehr. Lagert man sie unter zu trockenen Bedingungen oder setzt sie über längere Zeit großer Hitze aus, so bilden sich Risse und das Farbenspiel verblasst. Deshalb sollte Opalschmuck so oft wie möglich getragen werden, sodass sich der Edelstein dann die notwendige Feuchtigkeit aus der Luft und der Haut seiner Trägerin holen kann.

Besondere Anlässe: Die bunten Farben des Herbstes machen den Oktober zu einem lebendigen Monat, ebenso farbenfroh ist sein Geburtsstein Opal.

Wirkung: Diesem Edelstein wird nachgesagt, dass dieser den Träger geschickt, feinfühlig und besonnener macht.

 

Edelstein PeridotPERIDOT (Synonym: Olivin, Chrysolith)

Namensgebung: Dieser Edelstein besitzt gleich drei Namen: „Peridot“, „Chrysolith“ vom griechischen „Goldstein“ und „Olivin“, denn Peridot ist die Edelsteinform des Minerals Olivin. Im Edelsteinhandel nennt man ihn „Peridot“, abgeleitet vom griechischen Wort „peridona“, was so viel bedeutet wie „Fülle geben“.

Historie: Schon die alten Römer liebten diesen Edelstein und schätzten sein strahlendes, grünes Leuchten. Sie gaben ihm deshalb den Beinamen: „Smaragd des Abends“.

Vorkommen: Die schönsten Steine stammen aus dem pakistanisch-afghanischen Gebiet. Peridot als Edelstein gibt es jedoch auch in Myanmar, China, den USA, Afrika und Australien. Der Peridot kann zusätzlich auch in Meteoriten gefunden werden. Diese außerirdisch gefundenen Steine werden als besonders wertvoll gesehen.

Farbe: Der Peridot gehört zu den wenigen Edelsteinen, die nur in einer einzigen Farbe vorkommen. Die Farbe selbst kann in allen Schattierungen von Gelblich-Grün und Oliv bis hin zum Braun-Grün variieren. Die begehrtesten Edelsteine haben eine pure Gras-Grüne Farbe.

Qualität: Die meisten Peridots sind augenrein – dies bedeutet, dass Unreinheiten mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. In den 90ern wurden in China die ersten großen Peridot-Kristalle gefunden. Diese sind sehr selten und dadurch auch sehr hoch bewertet. Als Anfang der 90er Jahre neue Vorkommen in China entdeckt wurden, gab es auf dem Markt wieder große Kristalle in feinster Qualität.

Schliff: Der Peridot wird meist zu einem Facettenschliff verarbeitet. Etwas einschlussreichere oder trübere Steine werden zum Cabochon geschliffen.

Umgang und Pflege: Peridot ist nicht besonders hart (6,5 bis 7 auf der Mohs’schen Skala), jedoch pflegeleicht und recht robust.

Besondere Anlässe: Der Peridot gilt als Geburtsstein für den Monat August. Der Peridot ist der Edelstein zum 15. Hochzeitsjubiläum.

Wirkung: Hildegard von Bingen beschrieb schon ihrer Zeit die Heilwirkungen des Peridots und zählte ihn zu ihren Grundsteinen. Sie war der Meinung, wenn eine Speise oder irgendein Getränk Gift enthält und sich ein Peridot in der Nähe befindet, dieser sofort beginnt zu schwitzen. Außerdem soll der Peridot Heilwirkungen bei Fieber und Depressionen zeigen.

 

PerlePERLE

Namensgebung: Das Wort Perle könnte sich vom lateinischen „perna“ ableiten, was so viel wie „Art Muschel“ bedeutet.

Entstehung: Die eigentlichen Erfinder der Perlenzucht sind die Chinesen, und nicht die Japaner, wie viele glauben. Die Entstehung einer Perle ist immer wieder ein kleines Wunder der Natur. Die Perlenauster lebt am Meeresboden und ernährt sich von Plankton, das von der Strömung in ihr Innerstes gespült wird. Ist in diesem Plankton zufällig etwas enthalten, was die Auster nicht verdauen kann, beispielsweise ein Sandkorn, bildet sich eine Schicht Perlmutt darum. Der Grundstein für eine Perle ist gelegt.

In den letzten Jahrzehnten gelang es den Chinesen, die Kunst  der Süßwasserperlenzucht auf ein immer besseres Niveau zu bringen. Seit ungefähr 10 Jahren ist die Qualität der gezüchteten Perlen so hoch, dass die feinsten Perlen einiger Ernten kaum von den Verwandten aus dem Salzwasser, den Akoya- und Südseeperlen, zu unterscheiden sind.

Historie: 1888 begann der Japaner Kokishi Mikimoto mit der Perlenzucht. Als Sechzehnjähriger versprach er, die Welt mit Perlen zu beschenken, und mit 90 Jahren konnte er sich zufrieden zurücklehnen, da er dieses Versprechen eingelöst hatte. Der Höhepunkt seiner Karriere war der Erhalt des Patents für die Zucht kugelförmiger Perlen im Jahre 1908. Auf der Weltausstellung in Paris 1920 stellte Mikimoto mit seinem Team die ersten, nahezu perfekt runden Zuchtperlen der Öffentlichkeit vor. Nun konnte sich auch das Bürgertum mit Perlen schmücken und sich an ihrer Schönheit erfreuen.

Vorkommen: In China werden jährlich unzählige Perlen gezüchtet. Damit ist China der aktuell größte Anbieter von Perlen. Weitere wichtige Länder sind Japan, die Phillippinen und Australien.

Farbe: Die Faszination der natürlichen Perlen und der in der Natur gezüchteten Perlen und ihrem milden Schimmer in den unterschiedlichsten Tönen von kühlen Rosé- über Himbeerfarben bis hin zu Aprikosen- und satten Gelbtönen beruht auf ihrem Lüster. Platingraue Südsee- und tiefdunkle, schwarze Tahitiperlen setzen besondere Akzente.

Qualität: Perlen werden im Allgemeinen nach fünf Kriterien bewertet. Diese sind: Größe, Form, Lüster, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit.

Schliff: Perlen sind organische Materialien und werden nicht geschliffen. Die Form bildet sich während der Entstehung in der Muschel. Die Form der Perle kann von symmetrisch rund über oval, tropfenförmig bis hin zu asymmetrischen barocken Formen reichen. Am begehrtesten sind die symmetrisch runden und tropfenartigen Perlen.

Umgang und Pflege: Perlen sind in ihrer Beständigkeit sehr empfindlich. Daher muss ihre Schönheit im Umgang geschützt werden. Substanzen wie Parfüm oder Haarspray können den Glanz der Perlen dämpfen. Regelmäßiges Reinigen mit milder Seifenlauge und einem weichen Tuch hilft, Schmutz zu entfernen.

Besondere Anlässe: Traditionell werden zum 3. und 13. Hochzeitsjubiläum einzelne Perlen oder auch mit Perlen verzierte Schmuckstücke verschenkt. Perlen gelten auch als Geburtsstein für den Monat Juni.

Wirkung: Seit über fünf Jahrtausenden verzaubern Perlen bereits die Menschheit und stehen als Symbol für Reichtum, Macht und Ansehen. Im Altertum wurde ihnen eine mythisch-magische Bedeutung zugesprochen. Im Buddhismus gehört die „alle Wünsche erfüllende Perle“ zu den acht kostbarsten Schätzen. Perlen waren seit jeher ein Liebesbeweis. Sie waren schon bei den Römern der Venus geweiht und galten als Symbol der Liebe.

 

Edelstein PrasiolithPRASIOLITH

Namensgebung: Der Prasiolith verdankt seinen Namen seiner lauchgrünen Farbe.

Historie: Dieser Edelstein ist erst seit den 50er Jahren als Prasiolith bekannt. Zunächst verkauften die US-Juweliere diesen Stein als „grünen Amethyst“. Erst später wurde dann das Material Prasiolith genannt.

Vorkommen: Dieser Edelstein kommt vor allem in Indien, Russland, Simbabwe und Südafrika vor.

Farbe: Typischerweise besitzen diese Kristalle eine lauchgrüne Farbe.

Qualität: Prasiolithe mit einer hohen Transparenz und ohne sichtbare Einschlüsse sind besonders wertvoll. Von der Natur geformte Prasiolithen sind Raritäten. Diese können in nur sehr wenigen Lagerstätten gefunden werden. Bei den meisten auf dem Markt erhältlichen Prasiolithen handelt es sich um behandelte Amethyste.

Schliff: Damit das Funkeln dieses Edelsteine am besten zum Vorschein kommt, wird er meist zu einem Facettenschliff verarbeitet.

Umgang und Pflege: Die Farbe des Edelsteins kann unter zu viel Sonnenlicht ausbleichen.

Besondere Anlässe: Prasiolith ist der Geburtsstein aller im August geborenen.

Wirkung: Dem Prasiolithen wird nachgesagt, dass der Träger nach längerem Hautkontakt ruhiger und gelassener wird.

 

Edelstein RauchquarzRAUCHQUARZ

Namensgebung: Der Rauchquarz verdankt seinen Namen seiner rauchigen Farbe.

Historie: Der Rauchquarz ist einer der ältesten Edelsteine in der Geschichte der Gemmologie. In der römischen Antike waren Siegel aus Rauchquarz sehr beliebt. Meist wurden Abbildungen von ruhmreichen Kriegern aus Rauchquarz geschnitten und später in flach geschliffene andere Steine eingesetzt.

Vorkommen: Der Rauchquarz kommt vor allem in Brasilien, Madagaskar, Russland, Schottland, Schweiz, Ukraine und in den USA vor.

Farbe: Seine Farbe reicht von braun bis schwarz und selten rauchgrau. Die Ursache der Farbe ist noch nicht endgültig geklärt, man vermutet ultraviolette Höhenstrahlung. Die dunkelste Färbung nennt man Morion. Dieser kommt allerdings nur sehr selten vor.

Qualität: Je dunkler die Farbe des Edelsteins ist, desto höher ist sein Wert.

Schliff: Kann in allen Schliffarten geschliffen werden.

Umgang und Pflege: Bei hoher Sonneneinstrahlung können diese Edelsteine die Farbe ändern.

Besondere Anlässe: Rauchquarz wird keinem Monat als Geburtsstein oder Monatsstein zugeordnet.

Wirkung: Der Rauchquarz soll vor allem bei Trauer und Depressionen positive Wirkung auf den Träger zeigen.

 

Edelstein RubinRUBIN

Namensgebung: Der Name Rubin stammt vom lateinischen Wort „rubens“ für Rot. Das Rot des Rubins ist ein unvergleichliches Rot, warm und feurig. In Sanskrit heißt Rubin „ratnaraj“, das bedeutet so viel wie „König der Edelsteine“.

Historie: Die im Nordosten von Burma gefundenen und wegen ihrer einzigartigen und für Burma klassischen Farbe und Transparenz bekannten Rubine werden heute noch als die wertvollsten Rubine angesehen. Burma wird so eng mit diesem Edelstein assoziiert, dass die Könige von Burma auch „Herr der Rubine“ genannt werden.

Vorkommen: Fundorte: Myanmar, Vietnam, Thailand, Pakistan, Kaschmir, Tadschikistan, Laos, Nepal, Afghanistan, Kenia, Tansania. Weitere Rubinlagerstätten liegen im Norden Pakistan im Hunza-Tal.

Farbe: Das Rot eines Rubins kann recht unterschiedlich nuanciert sein, je nachdem, aus welcher Lagerstätte er stammt. Spricht man zum Beispiel von einem „Burma-Rubin“, so bedeutet das absolute Luxusklasse. Es heißt aber nicht unbedingt, dass dieser Rubin auch aus Burma stammt. Vielmehr ist es ein Hinweis darauf, dass dieser Edelstein die typische Farbe eines Rubins aus den berühmten Lagerstätten Burmas, des heutigen Myanmars, zeigt: Ein sattes taubenblutrot mit einem leicht bläulichen Unterton.

Qualität: Ihr Wert richtet sich nach Schönheit und Attraktivität der Farbe und nur sekundär nach der Transparenz.

Schliff: Wichtig ist der Schliff, denn nur ein perfekter Facettenschliff bringt die Schönheit dieses kostbaren Edelsteins so zur Geltung wie es der „König der Edelsteine“ verdient.

Umgang und Pflege: Ähnlich wie beim Safir verlangt der Rubin keine besondere Vorsicht im Umgang oder der Pflege. Denn dank der guten Härte sind Rubine sehr pflegeleichte Edelsteine. Es ist nur die übliche Sorgfalt beim Umgang mit Edelsteinen von ihrer Trägerin notwendig.

Besondere Anlässe: Der Rubin gilt als Monatsstein für den Juli. Doch auch zum 15. oder 40. Hochzeitstag werden Rubine gerne verschenkt.

Wirkung: Zwei magische Elemente prägen die Symbolik dieser Farbe: Feuer und Blut – Wärme und Leben für den Menschen. Rubin gilt seit jeher als Glücksstein der Liebe. Die gelehrte Äptissin Hildegard von Bingen beschrieb Heilwirkungen bei Fieber und Kopfschmerzen.

 

Edelstein SafirSAFIR

Namensgebung: Der Name Safir kommt aus dem Griechischen und beschreibt die Farbe „blau“, als eine Andeutung auf die typische blaue Farbe der Safir Edelsteine.

Historie:  Berichten zufolge wurden Safire seit 480 v. Chr. von den Griechen und Römern für Schmuckkreationen verwendet. Auch König Salomo, Herrscher des vereinigten Königreichs Israel (10. Jahrhundert v. Chr.),  soll mit Safiren um die Königin von Saba geworben haben.

Vorkommen: Fundstellen sind Indien, Burma, Ceylon, Thailand, Vietnam, Australien, Brasilien und Afrika.

Farbe: Der Himmel sei ein riesiger blauer Safir, in den die Erde eingebettet ist, glaubten die Menschen in früheren Zeiten. Gibt es ein treffenderes Bild, um die Schönheit eines makellosen Safirs von reinstem Blau zu beschreiben? Dieser herrliche Edelstein kommt aber auch in vielen anderen Farben vor, nicht nur im transparenten Graublau eines fernen Horizonts sondern auch im farbenprächtigen Lichtspiel eines Sonnenuntergangs – in Gelb, Rosa, Orange, Purpur und Grün.

Qualität: Der Wert des Safirs richtet sich nach Größe, Farbe und Transparenz. Bei ganz feinen Qualitäten spielt neben diesen Kriterien auch die Herkunft des Edelsteins eine große Rolle. Besondere Safir-Arten sind die Padparadscha- und Kaschmir-Safire. Die seltenen Padparadscha Safire (singhalesisch für „Lotusblüte“) besitzen eine orangegelbe Farbe und wurden ursprünglich in Sri Lanka gefunden. Wegen der Seltenheit dieser Safir-Art sind Padparadscha-Safire zu Sammlerstücken geworden, die so schnell aufgekauft werden, wie sie gefunden werden. Der Kaschmir-Safir besitzt einen einzigartig schönen Blauton, der ihn zum König unter den Safiren macht. Seit die ursprüngliche Mine in Kaschmir geschlossen wurde, findet man nur noch sehr selten echte Kaschmir-Safire auf dem Markt, wodurch der Wert des Edelsteines noch mehr steigt. Die Inder nennen den Kaschmir-Safir den „Stein der Unsterblichkeit“.

Schliff: Safire werden in verschiedenen Formen und Stilarten geschliffen, doch er entfaltet seine Schönheit und Strahlkraft am besten im Facettenschliff.

Umgang und Pflege: Dank der hohen Härte sind Safire pflegeleichte Edelsteine, die nur die übliche Sorgfalt beim Umgang mit Edelsteinen von ihrer Trägerin verlangen.

Besondere Anlässe: Der Safir ist der Geburtsstein für im September geborene Menschen. Im Rahmen der Tierkreise gilt er als der Stein für den Stier.

Wirkung: Laut schriftlicher Aufzeichnungen der gelehrten Äptissin Hildegard von Bingen soll das Lecken an einem Safir schädliche Körpersäfte, die evtl. den Intellekt beeinträchtigen, vertreiben.

 

Edelstein SmaragdSMARAGD

Namensgebung: Der Name Smaragd kommt von dem griechischen Wort „smaragdos“ und bedeutet „grüner Stein“. Im Altertum wurde allerdings nicht nur der Smaragd als solches benannt, sondern nahezu alle bekannten grünen Edelsteine.

Historie: Die Geschichte dieses Edelsteins beginnt in Ägypten: Die letzte Pharaonin Ägyptens, Kleopatra, hatte eine besondere Vorliebe für Smaragde. Sie trug stets sehr opulenten Smaragdschmuck und verschenkte Smaragde, in die ihr Bildnis eingeschliffen war. Für Ägypter haben Smaragde einen höheren Stellenwert als andere Edelsteine – sie stehen als Symbol für nationalen Stolz.

Einer der größten Smaragde der Welt ist der „Mogul-Smaragd“. Er stammt aus dem Jahr 1695, wiegt 217,80 ct und ist rund 10 cm hoch. Eine Seite ist mit Gebetstexten beschriftet, auf der anderen Seite sind prächtige Blumenornamente eingraviert. Der legendäre Smaragd wurde 2001 für 2,2 Millionen US $ an einen unbekannten Käufer versteigert.

Vorkommen: Nach wie vor stammen die feinsten Smaragde aus Kolumbien. Die wirtschaftlich wichtigsten Minen liegen in Coscuez und Muzo. Feine Smaragde werden auch in anderen Ländern Sambia, Brasilien, Simbabwe, Madagaskar, Pakistan, Indien, Afghanistan oder Russland gefunden.

Im Habachtal in Südtirol gibt es die einzigen Smaragdvorkommen in ganz Mitteleuropa. Hierbei handelt es sich um ein Nationalpark in den Hohen Tauern. Bereits in der Bronzezeit haben viele Menschen im Habachtal nach den grünen Diamanten gesucht. Heute ist das Habachtal ein Teil des Smaragdwegs – ein Wanderweg an dem Informationen zu Smaragden angegeben werden. Abgesehen von Geschichten und Fakten zu Smaragden können hier, auch heute noch, in höheren Abschnitten des Tals Smaragde gefunden werden. Weiterhin kommt im Habachtal auch der Pyrit, Bergkristall, Aquamarin, Citrin, Granat und der Turmalin vor.

Farbe: Smaragde haben ein schönes, intensives und leuchtendes Grün. Grün war bereits im alten Rom die Farbe von Venus, der Göttin der Schönheit und der Liebe. Diese Farbe hat noch heute in vielen Kulturkreisen und Religionen eine besondere Stellung. So ist Grün die heilige Farbe des Islam. Einen hohen Status hat diese Farbe jedoch ebenso in der katholischen Kirche, wo Grün unter den liturgischen Farben die natürlichste und elementarste ist.

Qualität: In Spitzenqualitäten sind feine Smaragde sogar wertvoller als Diamanten. Gute Qualitäten sind jedoch recht selten, denn oft stören Einschlüsse die Gleichmäßigkeit der Farbe. Feine Einschlüsse mindern aber die Wertschätzung keineswegs. Im Gegenteil: Ein Smaragd in tiefem, lebhaftem Grün hat selbst mit Einschlüssen noch einen deutlich höheren Wert als ein fast lupenreiner Smaragd von blasser Farbe. Liebevoll nennen Fachleute die zahlreichen, für diesen Edelstein typischen Kristalleinschlüsse, Risse oder Sprünge poetisch einen „Jardin“. Die zarten grünen Pflänzchen im Smaragdgarten gelten ihnen als Identitätsmerkmale eines natürlich gewachsenen Smaragds.

Schliff: Der Smaragd kann generell in jeglichen Schliffarten geschliffen werden. Um jedoch die leuchtenden Farben besonders hervorheben zu können, wurde speziell der sogenannte Smaragdschliff entwickelt.

Umgang und Pflege: Smaragde haben eine hohe Härte. Dadurch sind diese Edelsteine gut vor Kratzern geschützt. Sie sind jedoch sehr spröde, daher sehr stoßempfindlich. Bei behandelten Smaragden ist besondere Vorsicht geboten, da hier bei der Ultraschall-Reinigung die Steine an Farbe verlieren können.

Besondere Anlässe: Der Smaragd ist der Geburtsstein für den Monat Mai. Der Smaragd ist der Edelstein für den 20. und 35. Hochzeitstag.

Wirkung: Seit der Ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Die Römer sahen den Nutzen des Smaragds außerdem darin überanstrengten Augen Linderung zu verschafft.

 

Edelstein TansanitTANSANIT

Namensgebung: Der Name Tansanit wurde von dessen Herkunftsland Tansania in Ost-Afrika hergeleitet. Ursprünglich sollte der Stein Zoisite genannt werden, was aber in der Übersetzung einen negativen Beigeschmack hat. So einigte man sich darauf ihn, nach seinem Entstehungsort Tansanit zu nennen.

Historie: In Tansania wurde er erst 1965 entdeckt. Der Zoisit war bis dahin nur als grüne Varietät bekannt.

Vorkommen: Der Tansanit wird weltweit nur in Tansania am Fuße von Kilimandscharo in den Merelani-Hills gefunden.

Farbe: Der Tansanit stellt eine blaue Varietät der Zoisit Gruppe dar. Dieser Edelstein wird besonders durch dessen pleochroitische Eigenschaft ausgezeichnet. Diese Eigenschaft beschreibt die leichte farbliche Veränderung des Kristalls je nach Betrachtungswinkel, wodurch der Stein, je nach Blickwinkel, in einer anderen bläulichen Farbschattierung erscheint.

Qualität: Aufgrund seines faszinierenden blauen Farbspektrums zählt der Tansanit zu den bestverkauften Farbedelsteinen aller Zeiten. Jedoch ist er eintausend Mal seltener als ein Diamant und somit eine äußerst wertvolle Besonderheit.

Schliff: Der Tansanit wird im Facettenschliff geschliffen.

Umgang und Pflege: Als Ring gefasst sollte dieser Edelstein behutsam behandelt werden, da er sehr spröde ist.

Besondere Anlässe: Neben dem Zirkon und dem Blautopas gilt der Tansanit als Monatsstein für den Monat Dezember. Traditionell wird der Tansanit am 24. Hochzeitstag verschenkt.

Wirkung: In Tansania wird dieser Stein als Fruchtbarkeits-Symbol getragen.

 

Edelstein TopasTOPAS

Namensgebung: Die Namensgebung des Topas ist nicht eindeutig geklärt. Es heißt allerdings, dass der Name von einem der Fundorte, der Insel Zebirget im Roten Meer, ehemals Topazos genannt, abgeleitet wurde. Im Empire war der Topas noch weit verbreitet, aber dann löste ihn buchstäblich der preiswerte Citrin ab und übernahm sogar seinen Namen: Goldtopas. Seitdem ist der Topas im Schmuckhandel ein Exot und bekam die Zusatzbezeichnung „Edel“, um zu verdeutlichen, dass man den Topas und nicht den „Quarz-Topas“ meint.

Historie: Bekannt ist der Topas schon seit mindestens 2000 Jahren und gehört zu den Edelsteinen, die die Fundamente der zwölf Tore zur Gottesstadt des Neuen Jerusalems bilde. Diese so genannten apokalyptischen Steine sollten zur Abwehr von Feinden und als Symbol für Schönheit und Glanz dienen. Die griechische Bezeichnung ist mit einer romantischen Geschichte verknüpft. Schiffbrüchige Piraten sollen den Stein auf einer sagenhaften Insel im Roten Meer entdeckt haben. „Topazos“ heißt: Gesucht und gefunden. Die Römer weihten den Topas dem Gott Jupiter.

Vorkommen: Unter anderem in Brasilien, Afghanistan, Australien, China, Japan, Madagaskar, Mexiko, Pakistan, Russland, Sri Lanka und Schottland.

Farbe: Der Topas kommt in den Farben Gelb, Gelbbraun, Honiggelb, Strohgelb, Braun, Grün, Blau, Hellblau, Rot und Rosa vor. Wir bei EHINGER SCHWARZ 1876 verwenden grundsätzlich keine  „Blautopase“, da diese radioaktiv bestrahlt sind und gesundheitliche Schäden verursachen können.

Qualität: Die häufigste Form von Topas ist gelb gefärbt, während der wertvollste Rosa bis rötlichorange aussieht. Die wertvollste Topas-Art ist der Imperial Topas. Schon in der Antike waren der Topas und seine orangefarbene Brillanz für die Kaiser reserviert, weil er an die blendende Sonne erinnerte. 3.000 Jahre später war es die russische Zarenfamilie, die sich exklusive Rechte daran vergab, einen rosafarbenen Topas zu tragen, der damals in Russland abgebaut wurde. Deshalb nannten sie diesen Stein „Imperial“. Heute kommen diese Raritäten hauptsächlich aus Brasilien.

Schliff: Bei farbigen Topasen wird der Treppen- oder Scherenschliff bevorzugt. Um bei farblosen oder schwachfarbigen Edelsteinen den höchstmöglichen Glanz und Effekt erzeugen zu können, werden diese im Diamantschliff geschliffen.

Umgang und Pflege: Der Topas ist ein sehr unkomplizierter Edelstein. Durch seine hohe Härte und den besonderen Glanz ist der Topas sehr beständig und erfordert keine besondere Vorsicht beim Umgang.

Besondere Anlässe: Der Topas ist der Geburtsstein des Monats November. Der Topas wird traditionell zum 4. und zum 23. Hochzeitstag verschenkt.

Wirkung: Schon früh glaubten die Menschen daran, mit dem Edelstein den Verstand zu schärfen und das Leben zu verlängern. Die alten Griechen und Römer verbanden den Topas mit der sittlichen Reinheit, der Künste und der Weissagung. Daher soll das besitzen dieses Edelsteins auch die musischen Eigenschaften des Trägers verstärken.

 

Edelstein TurmalinTURMALIN

Namensgebung: Turmaline sind Edelsteine von unvergleichlicher Farbenvielfalt. Der Name „Turmalin“ kommt vom singalesischen Wort „tur mali“. Übersetzt bedeutet es so viel wie „Stein mit gemischten Farben“ und weist bereits auf das unvergleichliche Farbenspektrum dieses Edelsteins hin.

Historie: In einer alten Legende aus Ägypten heißt es, dass diese Edelsteine auf dem langen Weg aus dem

Innern der Erde hinauf zur Sonne über einen Regenbogen gewandert seien. Unterwegs hatte er alle Farben des Regenbogens aufgenommen. Deshalb nennt man ihn auch heute noch den „Edelstein des Regenbogens“.

Vorkommen: Turmaline werden fast überall auf der Welt gefunden. Bedeutend sind die Vorkommen in Brasilien, Sri Lanka, und in Süd- und Südwestafrika. Weitere Fundstellen liegen in Nigeria, Simbabwe, Kenia, Tansania, Mozambique und Madagaskar sowie Pakistan und Afghanistan.

Farbe: Die einzelnen Farbvarianten haben im Handel ihre eigenen Namen. So heißt ein intensiv roter Turmalin „Rubellith“, allerdings nur dann, wenn er bei künstlichem Licht das gleiche feine Rubinrot zeigt wie bei Tageslicht. Verändert sich die Farbe beim Wechsel der Lichtquelle, so spricht man von Rosa- oder Pink-Turmalin. Blaue Turmaline werden „Indigolith“ genannt, gelbbraune bis dunkelbraune sind unter dem Namen „Dravit“ bekannt und schwarze Turmaline heißen in der Fachsprache „Schörl“. Besonders beliebt ist der grüne Turmalin, auch „Verdelith“ genannt. Das absolute Highlight unter den Turmalinen ist der „Paraiba-Turmalin“, ein Edelstein von lebhaftem, intensivem Blau bis Blaugrün bis hin zu Himbeer-Violett und –Pink.

Qualität: Ein Markenzeichen dieses Edelsteins ist sein ausgeprägter Pleochroismus. Je nach Blickrichtung ist die Farbe anders oder unterschiedlich intensiv.

Schliff: Alle Schliffformen sind bei diesem Edelstein möglich.

Umgang und Pflege: Hier ist Vorsicht bei der Reinigung mit dem Ultraschall-Gerät geboten, da sonst die Farbe des Edelsteins verblassen kann. Turmalin-Schmuckstücke sollten regelmäßig Dampf gereinigt werden.

Besondere Anlässe: Da der Turmalin mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Farbtönen beeindruckt, ist er ein passender Geburtsstein für den Herbstmonat Oktober.

Wirkung: Den in der Esoterik verwendeten Turmalin-Arten sagt man besondere Kräfte nach, wenn es gilt, schädliche Strahlungen von Menschen abzuwehren.